Kita »Am Schwanenteich«: Wir experimentieren

Liebe Eltern, Großeltern und Kinder,

hier möchten wir Ihnen einen Einblick in unsere kleine Welt der Experimente geben. 

Forschen heißt: Anfassen, Ausprobieren, Staunen, Entdecken, Verstehen, Begreifen, Lernen und noch vieles mehr. Das Experimentieren bietet den Kindern 
faszinierende Erlebniswelten und außergewöhnliche Möglichkeiten, die Wunder unserer Welt mit allen Sinnen zu erleben. Kinder sind von Natur aus Forscher und
Entdecker. Sie nehmen die kleinsten Dinge wahr und hinterfragen die  Gegebenheiten. Mit praxisorientierten Experimenten machen wir vielfältige 
Sinneserfahrungen erlebbar und durch eigenes Tun werden Erkenntnisse gefestigt.

Viele Experimente begegnen uns Tag für Tag. Warum wird ein Kuchen zum Beispiel beim Backen größer und warum stehen eure Haare manchmal hoch, wenn ihr euch
z.B. einen Wollpulli übergestreift habt? Das alles sind die Grundlagen der Chemie und Physik. 

Eine kleine Inspiration, unter anderem dieses Experiment, findet Ihr im Buch ,,Backpulverbombe und Gurkenstrom“ von Jessica Stuckstätte und Martin Zöllner. 


Das Teebeutelexperiment - Experimentablauf: 
 

Die erste Rakete in deiner Stadt

In deiner Stadt steigt eine riesige Party, denn die Physiker an der Universität haben ihre erste eigene Rakete gebaut, die sie so schnell wie möglich ins All schießen wollen. (Teebeutel zeigen.) Natürlich wurde für diese Premiere die Startrampe mitten in die Stadt gebaut, damit alle Einwohner den Start sehen können. (Untertasse wird auf den Tisch gestellt.)
Doch bevor es losgeht, hat der Bürgermeister Experten auf dem Gebiet der Raumfahrt eingeladen, die sich die Rakete noch einmal genauer ansehen sollen, damit auch nichts schiefgeht.
Schon beim ersten Blick auf die Rakete erkennen die Experten schwere technische Mängel.
Experte: „Was ist denn das für ein komischer Zettel, der da an ihrer Rakete hängt?" (Etikett vom Tee zeigen.)
Bürgermeister: „Na, da haben wir unser Stadtwappen draufgemalt, damit jeder auch genau weiß, von wem die Rakete kommt."
Experte: „So etwas habe ich ja noch nie an einer Rakete gesehen! Das muss unbedingt vor dem Start entfernt werden!" (Etikett wird abgeschnitten.) Und was ist das hier bitte?" (Schnur vom Teebeutel zeigen.)
Bürgermeister: „Na, das sieht man doch, das ist die Zündschnur für die Rakete!"
Experte: „Das ist doch keine Silvesterrakete, sondern ein Raumfahrzeug. Da braucht man doch keine Zündschnur!" (Schnur wird abgeschnitten) Was ist denn da noch für ein komisches Zeug im Inneren der Rakete?" (Tee im Inneren des Beutels zeigen)
Bürgermeister: „Das ist Schwarzpulver, damit wollen wir die Rakete in die Höhe schießen!"
Experte: „Seid ihr wahnsinnig, damit könnt ihr ja die ganze Stadt in den Weltraum schießen! Das muss sofort entfernt werden!" (Teebeutel oben am Knick aufschneiden und Tee entfernen) Jetzt sieht sie endlich aus wie eine erstklassige Rakete. Dem Start steht nichts mehr im Wege."
Die Rakete wird noch einmal neu auf der Startrampe positioniert. (Teebeutel ausklappen und auf dem Teller aufstellen.) Die ganze Stadt ist gekommen, um den Start ihrer ersten eigenen Rakete zu beobachten, und zählt gemeinsam den Countdown: zehn ... neun... acht... sieben... sechs ... fünf ... vier ... drei... zwei... (Jetzt wird der Teebeutel am oberen Rand angezündet.) ... eins... null!!!!
Und mit großem Jubel steigt die Rakete in den Himmel. Der Start war ein voller Erfolg.


Was passiert bei dem Experiment?
Heiße Luft ist leichter als kalte, daher steigt sie auf. Durch die Form des leeren Teebeutels sammelt sich heiße Luft in seinem Inneren. Der Zellstoff hindert sie
daran, direkt zu entweichen. In dem Moment, wo der Auftrieb stärker ist als das Gewicht des Beutels, hebt die „Rakete“ ab. Da die Hülle vollständig verbrennt, sinkt
die Asche schnell zu Boden.

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